Schutz des Rotmilans

Der Rotmilan ist eine windkraftsensible Art. Aufgrund seiner Jagdstrategie im Offenland (Suchflieger und Aasfresser) besteht beim Betrieb von Windenergieanlagen und Windparks ein signifikant erhöhtes Verletzungs- und Tötungsrisiko.

 

Da mehr als die Hälfte des gesamten Weltbestands des Rotmilans in Deutschland brütet, haben wir für die Erhaltung dieser Art eine besondere Verantwortung.

Um das Kollisionsrisiko zu reduzieren, kann z.B. die Anziehungskraft des Nahrungshabitats im Bereich der Windenergieanlagen (WEA)  herabgesetzt oder innerhalb seines Jagdgebietes an anderer Stelle weit weg von WEA das Jagdhabitat attraktiver gestaltet werden.

 

Die ÖFM hat dafür z.B. Grünlandschläge im direkten Umfeld von Windenergieanlagen, die der Rotmilan zur Nahrungssuche nutzte, aufgeforstet und somit als Jagdhabitat unbrauchbar gemacht. 

 

An anderer Stelle hat die ÖFM durch Umwandlung intensiv genutzter Äcker in artenreiches Grünland neue Jagdgebiete für die Art geschaffen und ihn so von den WEA weggelockt. Die Wiesen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten (gestaffelte Mahdtermine) gemäht und so offen gehalten. Bei Erfolgskontrollen konnten schon bis zu einem halben Dutzend Rotmilane auf den frisch gemähten Wiesen bei der Nahrungssuche beobachtet werden.